Intedat
Inspiration & Anleitungen

B2B Business Development: Von der Marktauswahl zu neuen Geschäftsmöglichkeiten

Business Development bedeutet nicht nur, Kontakte zu finden oder Cold E-Mails zu versenden. Es ist ein systematischer Prozess, der Marktauswahl, Identifikation relevanter Unternehmen, die Suche nach den richtigen Ansprechpartnern, Ansprache, Qualifizierung und kontinuierliches Lernen aus Marktreaktionen miteinander verbindet.

Kurz erklärt

B2B Business Development ist der Prozess zur Entwicklung neuer Geschäftsmöglichkeiten. Er beginnt mit der Entscheidung, in welchen Märkten ein Unternehmen die besten Erfolgschancen hat, führt über die Auswahl konkreter Zielunternehmen und Entscheider und endet mit strukturierter Ansprache, Qualifizierung und der Übergabe relevanter Chancen an den Vertrieb.

Business Development ist nicht dasselbe wie Vertrieb

Der Vertrieb arbeitet meist bereits mit einer konkreten Geschäftsmöglichkeit. Dabei geht es um den Bedarf des Kunden, das Angebot, den Preis, Verhandlungen und schließlich den Auftrag.

Business Development setzt einen Schritt früher an. Seine Aufgabe ist, Voraussetzungen für neue Geschäftsmöglichkeiten zu schaffen. Es identifiziert neue Märkte, Segmente, Kunden, Vertriebspartner oder Geschäftspartner und bewertet, wo es sinnvoll ist, die Zeit des Vertriebsteams zu investieren.

In kleineren und mittelständischen Unternehmen überschneiden sich diese Aufgaben oft. Ein Geschäftsführer kann gleichzeitig den Export verantworten, ein Vertriebsmitarbeiter potenzielle Kunden recherchieren und das Marketing Kampagnen unterstützen. Entscheidend ist daher weniger die Stellenbezeichnung als ein wiederholbarer Prozess.

Drei Filter: Markt, Unternehmen, Person

Erfolgreiches Business Development hat drei Filter: den Markt oder das Segment, das konkrete Unternehmen und die richtige Person.

Die erste Frage lautet: Bei welcher Art von Unternehmen gibt es ein Problem, das wir besonders gut lösen können? Danach werden Unternehmen identifiziert, die zum idealen Kundenprofil passen. Erst wenn klar ist, dass ein Unternehmen eine Ansprache wert ist, sollte der richtige Entscheider recherchiert werden.

Der umgekehrte Ansatz – erst Tausende E-Mail-Adressen sammeln und danach Relevanz prüfen – führt meist zu schlechterem Targeting und unnötiger Arbeit.

Praktischer Prozess in 7 Schritten

  1. 1. Wählen Sie ein Segment oder einen Markt, in dem es ein konkretes Problem gibt, das Sie lösen können.
  2. 2. Definieren Sie Ihr ideales Kundenprofil (ICP) und welche Unternehmen Sie nicht ansprechen möchten.
  3. 3. Identifizieren Sie konkrete Unternehmen und dokumentieren Sie bei jedem Unternehmen, warum es relevant ist.
  4. 4. Bestimmen Sie die Rollen und Funktionen, die für den jeweiligen Bereich verantwortlich sind, und recherchieren Sie aktuelle Kontakte.
  5. 5. Formulieren Sie eine kurze geschäftliche Botschaft passend zur Situation des Zielsegments.
  6. 6. Kombinieren Sie passende Kanäle – E-Mail, Telefon oder LinkedIn – je nach Account-Wert und Kontaktverfügbarkeit.
  7. 7. Nutzen Sie jede Antwort als Information, mit der Sie Ihr Targeting weiter verbessern können.

Business Development ist ein Lernprozess

Business Development ist keine einmalige Kampagne. Jede Reaktion des Marktes liefert neue Informationen.

Wiederholte Ablehnungen aus demselben Grund können zeigen, dass Segmentierung, ICP, Botschaft oder Ansprache angepasst werden sollten.

Gutes Business Development generiert deshalb nicht nur Leads. Es erzeugt auch Informationen, die zukünftige Vertriebsentscheidungen verbessern.

Fit und Timing

Auch relevante Unternehmen haben nicht alle dieselbe Priorität. Deshalb lohnt es sich, zwei Informationen zu trennen.

Fit zeigt, wie gut ein Unternehmen zum idealen Kundenprofil passt.

Timing zeigt, ob es einen Grund gibt, dieses Unternehmen gerade jetzt anzusprechen.

Ein Unternehmen kann perfekt zum idealen Kundenprofil passen, aktuell aber keinen Bedarf haben. Ein anderes kann ein ähnliches Profil haben und zugleich Produktion ausbauen, Mitarbeiter einstellen oder ein neues Produkt starten.

Gutes Business Development berücksichtigt beide Informationen.

Beispiel: Neue Kunden in Deutschland finden

Stellen wir uns einen europäischen Hersteller von Metallkomponenten vor, der neue Kunden in Deutschland gewinnen möchte.

Er könnte einfach nach deutschen Produktionsunternehmen suchen. Das wäre jedoch viel zu allgemein.

Eine bessere Frage wäre:

Welche deutschen Unternehmen produzieren Maschinen oder Anlagen, verwenden Komponenten, die den von uns hergestellten Teilen ähnlich sind, arbeiten mit externen Lieferanten und haben eine Größe, bei der unsere Produktionskapazität für sie sinnvoll ist?

Wir durchsuchen also nicht mehr Zehntausende Unternehmen.

Stattdessen fokussieren wir einige Hundert Firmen mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit einer geschäftlichen Übereinstimmung.

Technologie sollte unnötige Arbeit reduzieren

Automatisierung und KI können viele Prozessschritte deutlich beschleunigen: Marktanalyse, Segmentauswahl, Identifikation von Unternehmen, Bewertung ihrer Relevanz, Recherche von Ansprechpartnern sowie Follow-up und Datenmanagement.

Technologie sollte nicht nur die Zahl angesprochener Unternehmen erhöhen.

Ihre wichtigere Aufgabe ist, unnötige Arbeit zu reduzieren.

So gewinnen Vertriebsmitarbeiter mehr Zeit für Unternehmen mit echtem Potenzial.

Praktische Regel

Für jedes Unternehmen in einer Prospecting-Kampagne sollten zwei Fragen klar beantwortet werden können:

  • Warum ist dieses Unternehmen für uns relevant?
  • Warum ist es sinnvoll, es gerade jetzt anzusprechen oder zumindest weiter zu beobachten?

B2B Business Development Checkliste

  • Haben wir ein klar definiertes Vertriebsziel?

  • Können wir unseren ICP in einem Absatz beschreiben?

  • Wissen wir, warum jedes Unternehmen auf unserer Zielliste steht?

  • Trennen wir Fit und Timing?

  • Dokumentieren wir Ablehnungsgründe und den nächsten Schritt?

  • Nutzen wir Marktfeedback, um unser Targeting weiter zu verbessern?

Wie Intedat Business Development unterstützt

Intedat kann einzelne Schritte des Prozesses unterstützen – von der Auswahl attraktiver Segmente über die Identifikation und Priorisierung von Zielunternehmen bis zur Recherche relevanter Kontakte und systematischer Ansprache. Der Nutzer beschreibt, was er anbietet und welche Art von Kunden er sucht. Auf dieser Grundlage kann Intedat geeignete Segmente vorschlagen, konkrete Unternehmen identifizieren und dabei helfen, zu bestimmen, welche Firmen zuerst priorisiert werden sollten.

Ziel sollte nicht die größtmögliche Datenbank sein, sondern eine priorisierte Liste von Unternehmen mit echtem Geschäftspotenzial. Technologie ersetzt dabei nicht die geschäftliche Beurteilung – sie soll menschliche Arbeit auf die Unternehmen konzentrieren, bei denen sie den größten Wert schafft.

Wie das in der Praxis funktioniert, zeigt Ihnen die Intedat-Plattform

Möchten Sie herausfinden, welche Unternehmen in Ihrem Zielmarkt wirklich eine Ansprache wert sind?

Mit Intedat können Sie beschreiben, was Sie anbieten und welche Märkte Sie ansprechen möchten. Anschließend erhalten Sie erste empfohlene Unternehmen mit dem höchsten Potenzial.

Intedat testen